Große Unternehmen nutzen heute zur Speicherung und vor allem auch zum Zugriff auf die internen Daten sogenannte Data-Warehouse Systeme. Hintergrund sind zwei wesentliche Punkte. Zum einen bestehen große Unternehmen aus vielen verschiedenen Einheiten, sei es das Rechnungswesen, die Personalabteilung, der Vertrieb und so weiter und so fort, in denen jeweils separate Daten anfallen. Viele dieser Abteilungen nutzen unterschiedlich strukturierte Programme und Ablagesysteme, so dass ein zentraler Zugriff nicht leicht fällt. Im Data-Warehouse werden diese Daten gesammelt und zentral so aufbereitet, dass auch andere Bereiche des Unternehmens bequemen Zugriff haben. Zum anderen werden die Daten, welche für die Aufrechterhaltung des operativen Geschäftes von Belang sind von denen getrennt, welche nur für andere, verwaltungstechnische Bereiche wie etwa Berichtswesen oder Controlling relevant sind. Unter anderem natürlich auch das Finanzcontrolling, wo die Verwaltung der Unternehmensfinanzen und das Liquiditätsmanagement stattfindet. Aus verschiedensten Quellen werden hier beispielsweise die aktuellen Konditionen verschiedener kurzfristiger Anlagemöglichkeiten zusammengeführt, um jeweils die besten Konditionen bekommen zu können. Für Private ist das natürlich nicht so leicht, hier muss eher auf Vergleichsportale wie vergleich.info zugegriffen werden.
Data-Warehouse Systeme sind natürlich nicht ohne Risiken. Wenn auf diesem Wege zum Beispiel personenbezogene Daten (Kundendaten) aus dem eigentlich zweckgebundenen System in das Warehouse integriert werden, können auch andere Bereiche auf diese Daten zugreifen, wodurch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Kunden verletzt wird. Daher empfiehlt es sich, diese Daten zu anonymisieren und so missbräuchlicher Verwendung vorzubeugen. Wie jedes zentralisierte System gibt es damit auch beim Data-Warehouse Vorteile und Nachteile.